|
Ihr erstes Ziel nach der Recherche wird die Beschaffung der gefundenen
Literatur sein. Internetquellen können Sie oft direkt aus der Trefferliste
eines Fachinformationsführers oder einer Suchmaschine heraus
aufrufen – sofern sie frei zugänglich sind. Bei elektronischen Quellen,
die nicht frei zugänglich sind, und bei gedruckten ist das nicht möglich.
Je nach Medienart gibt es unterschiedliche Beschaffungsmöglichkeiten,
die wir Ihnen im Folgenden zeigen.
Bücher
Wenn Sie schon bei der Recherche mit einem Bibliothekskatalog gearbeitet
haben, haben, haben Sie dort sicher auch schon eine oder mehrere
Bibliotheken gefunden, in denen Sie das Buch bekommen.
Wenn Ihre Literaturliste nicht durch die Recherche in einem
Bibliothekskatalog entstanden ist, müssen Sie spätestens für die
Literaturbeschaffung einen Bibliothekskatalog zu Rate ziehen.
Nur so finden Sie heraus, welche Bibliothek Ihr Buch im Bestand hat.
Beachten Sie unbedingt, dass eine Bestandsangabe für eine Bibliothek
nicht zwingend bedeutet, dass das Buch in der Bibliothek auch verfügbar
(also nicht ausgeliehen ist). Verfügbarkeitsinformationen finden
Sie nur im lokalen Katalog Ihrer Bibliothek. Wenn der Katalog,
in dem Sie sich gerade befinden, keine Verfügbarkeitsinformationen
anbietet, können Sie meistens über einen Link problemlos
in den lokalen Katalog der besitzenden Bibliothek wechseln.
Wenn das Buch nicht frei zugänglich im Regal steht,
können Sie es aus dem Magazin bestellen. Folgen Sie
dazu den Anweisungen im Katalog.
Wenn keine öffentlich zugängliche Bibliothek an Ihrem Ort
das Buch besitzt, können Sie es gegen eine geringe Gebühr per
Fernleihe
bestellen. So können Bücher aus Bibliotheken in ganz Deutschland und
sogar im Ausland bestellt und in Ihre Bibliothek geliefert werden.
Die Lieferzeit beträgt bei einer Online-Bestellung 2 bis 3, bei einer
Bestellung über ein Papier-Formular 4 bis 6 Wochen (in schwierigen
Fällen auch mehr).
Eine schnellere Beschaffungsmöglichkeit bieten
Dokumentlieferdienste,
die Ihnen Bücher per Post an die von Ihnen gewünschte Adresse liefern.
Die Bearbeitungszeit Ihrer Bestellung in der Lieferbibliothek liegt
bei 1 bis 3 Tagen. Hinzu kommt noch der Postweg. Voraussetzung ist
lediglich, dass es eine Bibliothek gibt, die den gewünschten Titel für die
Dokumentlieferung bereitstellt. Anders als bei der Fernleihe kann das
auch eine Bibliothek an Ihrem Ort sein.
Zeitschriften
Viele Zeitschriften werden heute elektronisch angeboten, manche frei
zugänglich, andere lizenzpflichtig. Die
Elektronische Zeitschriftenbibliothek
(EZB) verzeichnet alle wissenschaftlichen elektronischen Zeitschriften
einschließlich der Lizenzbedingungen. Anhand der Ampelsymbole können
Sie erkennen, welche Zeitschriften frei zugänglich (grün) und welche
lizenzpflichtig sind. Auf die lizenzpflichtigen Zeitschriften können
Sie zugreifen, wenn Ihre Bibliothek die Lizenz besitzt. In der EZB können
Sie einstellen, von welcher Bibliothek aus Sie recherchieren, so dass Sie
auf die entsprechenden Zeitschriften (gelbe Ampel) zugreifen können,
wenn Sie an einem Rechner in Ihrer Bibliothek oder im zugehörigen
Uni-Netz arbeiten. Viele Bibliotheken ermöglichen ihren Benutzern
auch von anderen Rechnern aus den Zugriff auf die lizenzierten
Zeitschriften, wenn man sich mit seinem Bibliotheksausweis
als Benutzer identifiziert.
Nachweise von politikwissenschaftlich relevanten Zeitschriften
aus der EZB sind in ViFaPol integriert. Die Ampelanzeige richtet
sich nach der Lizenzsituation des Rechnernetzes, von dem aus Sie
recherchieren. Das bedeutet, dass Sie auf kostenpflichtige Zeitschriften
zugreifen können, wenn Sie von einer Bibliothek oder dem zugehörigen
Campus-Netz aus recherchieren, die die nötige Lizenz besitzt.
Wenn Sie an Ihrem privaten Rechner arbeiten, ist die Ampel dagegen rot,
weil die Lizenz Ihrer Bibliothek nur für einen bestimmten Kreis
an Geräten gültig ist.
Bei Zeitschriften, auf die Sie keinen Zugriff haben, müssen Sie
auf die gedruckten Versionen zurückgreifen, die Sie in Ihrer
Bibliothek bekommen. Im Katalog Ihrer Bibliothek erfahren Sie,
ob die Zeitschrift dort vorhanden ist. Achten Sie dabei unbedingt
auf die Angabe „Bestand“, „Bestandsanzeige“
o.Ä. Dort wird angezeigt, welche Jahrgänge und Hefte in der jeweiligen
Bibliothek vorhanden sind. Wenn dort ein offener Zeitraum wie
„1997- “ angegeben ist, läuft das Abonnement noch,
d.h. alle Jahrgänge vom angegebenen Jahr bis zum aktuellen Zeitpunkt
sind vorhanden. Wenn dagegen ein Abschlussjahr angegeben ist oder
nur einzelne Jahrgänge aufgelistet sind
(z.B. „68.1945-101.1978“
oder „62.1939; 64.1941; 80.1957“),
sind nur diese Jahrgänge im Bestand der Bibliothek.
Bitte die Bestandsangabe nicht mit dem „Erscheinungsverlauf“
verwechseln. Der Erscheinungsverlauf gibt an, in welchem Zeitraum
die Zeitschrift veröffentlicht wurde. Ein offener Zeitraum bedeutet
dort lediglich, dass die Zeitschrift noch regelmäßig erscheint.
Das sagt aber nichts darüber aus, ob das Abonnement
der Bibliothek noch läuft.
Anders als bei Büchern können Sie bei Zeitschriften in der Regel
davon ausgehen, dass die in der Bestandsangabe genannten Hefte und
Jahrgänge auch in der Bibliothek verfügbar sind. Zeitschriften sind
nämlich meistens nicht ausleihbar.
Wenn Ihre Bibliothek die gewünschte Zeitschrift bzw. das gewünschte
Heft der Zeitschrift nicht besitzt, können Sie es per
Fernleihe oder per
Dokumentlieferdienst
bekommen. Eine Fernleihbestellung ist allerdings nur möglich,
wenn die Zeitschrift auch in keiner anderen Bibliothek
an Ihrem Ort im Bestand ist.
Aufsätze und Artikel
Aufsatzdatenbanken enthalten lediglich Aufsatznachweise. Manchmal gibt
es aber auch Links, die Ihnen die Beschaffung erleichtern. Bei online
zugänglichen Aufsätzen kann das ein direkter Link zum Volltext sein
– oder zu der Online-Version der Zeitschrift, in der der Aufsatz
erschienen ist.
Wenn diese Möglichkeiten nicht geboten werden, gilt es,
die Zeitschrift zu beschaffen, in der der Aufsatz erschienen ist.
Genaueres finden Sie im Abschnitt
Zeitschriften.
|