Über online verfügbare Inhaltsverzeichnisse von Zeitschriften
Immer mehr Inhaltsverzeichnisse von wissenschaftlichen Zeitschriften
sind – auch rückwirkend – online im Netz einsehbar.
Sie können entweder über entsprechende Datenbanken oder über
Suchmaschinen danach suchen.
Folgende umfangreiche Datenbanken bieten Ihnen die Möglichkeit,
Zeitschrifteninhaltsverzeichnisse (auf Englisch: Table of Contents,
abgekürzt: ToCs genannt) einzusehen:
IngentaConnect
bietet übrigens den kostenlosen Service, dass man sich per E-Mail
benachrichtigen lassen kann, wenn neue Inhaltsverzeichnisse ergänzt
werden. Ebenso kann man das mittels
RSS
tun.
Wenn die Datenbanken nicht ergiebig sein sollten, können Sie noch mittels
Suchmaschinen mit Stichworten aus dem Titel der gesuchten Zeitschrift nach
der Homepage derselben suchen. Dort sind oft auch die Inhaltsverzeichnisse
enthalten.
Über Aufsatzdatenbanken
In der Politikwissenschaft – und darüber hinaus in den
Sozialwissenschaften allgemein – existieren etliche gute
Zeitschriftenbibliographien. Der wichtigste englischsprachige Titel
heißt „International Political Science Abstracts“ (IPSA).
Er ist in Universitätsbibliotheken meist in Papierform, seltener
als Datenbank verfügbar. Sie sollten unbedingt in Ihrer
Universitätsbibliothek danach fragen, da der Gebrauchswert
dieser Bibliographie nicht überschätzt werden kann, da außer
den bibliographischen Angaben auch Annotationen zu den einzelnen
Aufsätzen gegeben werden. Man hat so die Möglichkeit, den Inhalt
des Aufsatzes schon vorab besser beurteilen zu können!
Der vergleichbare deutsche Titel namens „Politische Dokumentation“
(PolDok) hat schon längst das Erscheinen eingestellt, jedoch sind die von
1965 bis 1988 erschienenen Bände, welche die deutschsprachigen
politikwissenschaftlichen Zeitschriften auswerteten und annotierten,
über die Recherche nach Zeitschriftenartikeln hinaus hilfreich,
um Zeitschriften zu recherchieren, die schwerpunktmäßig bestimmte
Themen bearbeiten. PolDok ist im WWW als
Datenbank
zugänglich.
Des Weiteren gibt es zunehmend CD-ROM-Datenbanken im
politikwissenschaftlichen Bereich, die Zeitschriften erschließen.
Viele dieser Datenbanken bieten ebenfalls über die bibliographischen
Angaben hinaus Annotationen und die Möglichkeit einer Recherche über
Schlagworte. Wenn sie in Ihrer UB nicht vorhanden sind, Sie aber für
eine größere Arbeit in diesen Datenbanken recherchieren möchten,
ist dies auch über einen kommerziellen Datenbankanbieter kostenpflichtig
möglich. Wo gibt es Übersichten über solche CD-ROM-Datenbanken?
- ViFaPol – Neben dem thematischen Zugang zu fachlich relevanten
Datenbanken finden Sie unter dem Ressourcentyp
Bibliothekskataloge, Literaturdatenbanken und Fachbibliographien
eine Themen übergreifende Darstellung aller CD-ROM- und Online-Datenbanken.
- Das Datenbank-Infosystem
(DBIS) – Zentrales Nachweissystem lizenzpflichtiger und
frei zugänglicher Datenbanken.
- Die UB Tübingen
gibt in einer alphabetischen Übersicht Informationen zu PAIS,
Sociofile, WISO III, WISO-WAO und anderen.
- Die Digitale Bibliothek des KOBV
zeigt Kataloge, Datenbanken und Internetquellen nach Fachgebieten an.
Links auf der Navigationsleiste in „KOBV-Portal“ klicken,
dann wieder links „Ressourcenauswahl“ ausfüllen.
- Als Sondersammelgebietsbibliothek für den Bereich Politikwissenschaft
und Friedensforschung verfügt die SUB Hamburg über einen hervorragenden
Bestand an lizenzpflichtigen Datenbanken, für die man kostenlose
Auftragsrecherchen erteilen kann. Eine
Übersicht
finden Sie bei Webis, dem Portal über die Sondersammelgebietsbibliotheken.
- Erkundigen Sie sich, ob in ihrer Universitätsbibliothek
politikwissenschaftliche Datenbanken als CD-ROM-Datenbanken
oder über das Uninetz benutzbar sind.
Die genannten CD-ROM-Datenbanken verzeichnen sowohl deutschsprachige
als auch ausländische Fachliteratur. In welchem Umfang, in welchem Zeitraum,
ob mit oder ohne Annotationen, diese Informationen werden oft schon in den
Übersichtsseiten wie den oben genannten gegeben.
Bedenken Sie bitte, dass die Politikwissenschaft sich in vielen Bereichen
mit anderen Wissenschaften überschneidet, und dass Sie aufgrund dieser
Tatsache wahrscheinlich auch bei der Suche in soziologischen,
wirtschaftswissenschaftlichen, juristischen und geographischen
Datenbanken relevante Literatur finden können – je nach Ihrer
Fragestellung! Bei Datenbanken kommt es sehr auf die Auswertungsbreite,
auf den Auswertungszeitraum, auf die Güte der inhaltlichen Erschließung
(z.B. durch Schlagworte) an. Zudem sind die Retrievalsprachen, mit denen
die Recherche durchgeführt, z.T. eigenwillig und kompliziert. Sie sollten
daher vor der Suche in einer Datenbank unbedingt die verfügbaren
Hilfetexte lesen!
Wenn Sie im WWW Zeitschriftenaufsätze suchen wollen, sind verschiedene
Datenbanken zu empfehlen:
- die Aufsatzdatenbank
JADE
(Ersteller: British Library) via UB Bielefeld.
- die amerikanische Datenbank
IngentaConnect,
welche vor allem englischsprachige Literatur verzeichnet. Die Vorauswahl
sollte man von „Electronic content“ auf
„Fax/Ariel“ ändern, dann hat man eine größere Auswahl.
- die Datenbank
FindArticles
verzeichnet Aufsätze, welche dann in vielen Fällen als Volltext erhältlich
sind. Sie können bestimmte Suchanfragen bei FindArticles als RSS abonnieren.
Einen allgemeinen Überblick über Datenbanken gibt die
Sozialwissenschaften FAQ.
Eine umfangreiche, internationale Liste allgemeiner Zeitschriftendatenbanken
bietet der
Bibliographische Werkzeugkasten
des Hochschulbibliothekszentrums NRW.
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