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RSS-Feed

RSS-Feeds werden mittlerweile auf vielen Webseiten angeboten, von Zeitungen, Gerichten, Institutionen und Weblogs. In naher Zukunft werden beispielsweise auch Zeitschriftendatenbanken RSS-Feeds umfassen, dann bekommt man aktuelle Ergebnisse zu Standardrecherchen zugespielt.

Aber was ist „really simple syndication“, wie die Auflösung des Akronyms lautet? Dahinter verbergen sich XML-Dateien, die Neuigkeiten von der betreffenden Seite enthalten. Diese Neuigkeiten werden von einem so genannten „Feedreader“ periodisch (zwischen fünf Minuten und einem Monat kann man so gut wie jeden Zeitraum frei wählen) abgelesen und dargestellt. Die Information kommt also zu Ihnen frei Haus, ohne dass Sie immer wieder daran denken müssen, die betreffende Seite zu besuchen und auf Neuigkeiten hin zu überprüfen.

Mit anderen Worten: Dieser neuartige Service hat für Sie einen hohen Gebrauchswert, was Ihre Kernthemen und Lieblingsseiten anbelangt, vorausgesetzt, es wird auf den für Sie relevanten Seiten ein RSS-Feed angeboten. Es stellen sich mehrere Fragen: Wie erfährt man Informationen, welche Seiten einen RSS-Feed anbieten, wie kommt man an einen Feedreader und wie konfiguriert man ihn?

Suche nach RSS-Feeds

Ob ein Feed auf einer Seite angeboten wird, sehen Sie meist durch ein RSS-Icon oder ein XML-Icon. Wenn Sie dieses Bildchen anklicken und bereits einen Feedreader installiert haben, dann wird der RSS-Feed in der Regel automatisch abonniert. Wenn nicht, kopieren Sie mit Copy-and-Paste die URL in der Befehlszeile des Browsers und tragen ihn in der Abonnementsliste Ihres Feedreaders ein. Browser zeigen Ihnen auch schon an, ob ein RSS-Feed auf einer Website angeboten wird: Firefox zeigt im Befehlsfenster, wo die Webadresse der gerade angezeigten Seite aufgeführt wird, ein orangenes Viereck, Opera ein blaues Viereck mit den Buchstaben RSS.

Aber wie kommt man auf Seiten, die Feeds anbieten? Es gibt deutschsprachige Indices wie z.B. den RSS-Scout unter www.rss-scout.de oder das RSS-Verzeichnis unter www.rss-verzeichnis.de, international spielt Feedster eine herausragende Rolle, www.feedster.com, eine Suchmaschine, mit deren Hilfe man thematisch nach RSS-Feeds suchen kann. Sehr empfehlenswert sind weiter die SciencePORT Verzeichnisse, die RSS-Feeds auf wissenschaftlichen Seiten erschließen: Es gibt ein deutsches (de.scienceport.org) und ein internationales Verzeichnis (scienceport.org), von wo aus man noch weitere Länder-Seiten anwählen kann.

Feeds lesen mit Hilfe von Feedreadern

Eine bequeme Art und Weise, RSS-Feeds zu abonnieren, zu lesen und zu verwalten bietet der Browser Opera. Ab der Version 7.50 bietet er einen integrierten Feedreader, welcher ab Version 8 oben in der Befehlsleiste neben den Bookmarks als besonderer Punkt „Feeds“ aufgeführt wird.

Wenn Sie Feeds neu abonnieren wollen, klappt das oft durch Anklicken des kleinen RSS/XML-Icons. Wenn nicht, kann man das über die Menüleiste machen: Feeds > Manage Feeds > New. Dann wird ein kleines Menü mit dem Titel „Subscribe to RSS Newsfeeds“ angezeigt, drücken Sie bitte auf „New“ und Sie bekommen das Menü „RSS Newsfeeds Properties“, in das Sie den Namen, die URL und die Häufigkeit der Aktualisierung eintragen können. Bestätigen, fertig.

Durch Anklicken von „Feeds“ in der Befehlsleiste von Opera werden Ihre Feeds fein säuberlich aufgeführt.

Und Opera bietet noch mehr: Wenn Sie einen Feed geöffnet haben, ist oberhalb der Liste ein Suchfenster angebracht. Sie können also Ihre Feeds ebenso wie Ihre E-Mails nach Stichworten durchsuchen!

Das war jetzt nur ein Beispiel: Wer nicht mit Opera operieren möchte, hat viele kostenlose Alternativen:

  • Der Konkurrent von Opera mit Namen Firefox zeigt mit einem viereckigen orangenen Icon in der Befehlszeile an, wenn auf einer Webseite ein Feed verfügbar ist, man kann ihn durch Anklicken abonnieren, er wird zusammen mit den Bookmarks abgelegt.
  • Noch eleganter ist die Lösung, welche personalisierbare „Startseiten“ nach einer kostenlosen Registrierung bietet: Man kann sich bei Google, Yahoo, Windows Live, Pageflakes oder Netvibes eigene „Startseiten“ zusammenstellen, in welche auch Feeds mit eingebunden werden können (man kann sie entweder direkt suchen oder den Link kopieren und dort einfügen).
  • Nicht zuletzt gibt es eigene RSS-Reader wie z.B. Feedowl, ein verbreiteter, kostenloser Reader in diesem Bereich.

Beachten Sie bitte die kleinen Unterschiede: Gute Feedreader zeigen nicht nur einen Titel und einen Link an (das machen beispielsweise Firefox oder die Google-Startseite), sondern auch ein Abstract, einen beschreibenden Text, anhand dessen man bereits beurteilen kann, ob der Sprung durch den Klick auf den Link sich lohnt oder nicht! Beispiele für Feed-Reader, welche auch Abstracts anzeigen, sind Opera, Windows Live und FeedOwl. Und wenn man mehrere Seiten benötigt, beispielsweise um thematisch zu sortieren, dann bieten Pageflakes und Windows Live die Option, mehrere Seiten anzulegen.

Vor Jahren war einmal die Rede von der „Pull“-Technologie im Internet, die bewirken soll, dass die Informationen von selbst wohlkonfiguriert auf den Desktop des Nutzers kommen. Lange hat man nichts mehr davon gehört. Die RSS-Feeds könnten durchaus eine erfolgreiche Nachfolge dieses Konzepts antreten: Jeder Nutzer des Webs stellt sich seine Nachrichtenquellen selbst zusammen und lässt sie sich dann frei Haus liefern. Wer viel und gerne Aktuelles aus dem WWW erntet, der wird sich diesen „Erntehelfer“ sicher gern zunutze machen...

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