ViFaPol
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Das Projekt

ViFaPol 2000 bis 2005

Mit der Entwicklung der „Virtuellen Fachbibliothek Politikwissenschaft – ViFaPol“ gehört die SUB Hamburg zu den ViFa-Pionieren. Projektstart war im Sommer 2000. Die Herausforderungen für das Projektteam lagen und liegen insbesondere in der Entwicklung eines an den Bedürfnissen der Nutzer orientierten Portalkonzepts, das den Nutzern einen möglichst medienbruchfreien Zugang zu allen fachlich relevanten Internetquellen, Zeitschriften und Aufsätzen, Fach- und Faktendatenbanken sowie zu den klassischen Printmedien bietet. Darüber hinaus gilt es ein technisches, organisatorisches und inhaltliches Konzept für die Erschließung von Internetquellen zu entwickeln und umzusetzen, das die kontinuierliche fachliche und bibliothekarische Betreuung des Fachinformationsführers auch nach dem Auslaufen der Projektförderphase sicherstellt. Begleitet wurden die Entwicklungen von unserem wissenschaftlichen Fachbeirat, der insbesondere an der Erarbeitung der Fachklassifikationen für die Präsentation der Internetquellen beteiligt war. Im Folgenden die einzelnen Teilprojekte in der Übersicht:

Entwicklung des Fachinformationsführers

Kernmodul von ViFaPol ist der Fachinformationsführer, der anfangs zunächst nur als Nachweisinstrument fachlich relevanter Internetquellen konzipiert und umgesetzt wurde. Inzwischen haben wir den Fachinformationsführer zum zentralen Recherchetool ausgebaut, in das die Angebote externer Contentlieferanten eingebunden sind, um unseren Nutzern einen integrierten systematischen Sucheinstieg in die Recherche nach und in Internetquellen, Zeitschriften und Datenbanken sowie in naher Zukunft auch nach elektronischen Volltexten, Monographien oder Sammelwerken zu ermöglichen. Entwicklung eines Fachinformationsführers

Aufbau der Aufsatzdatenbank „Online Contents SSG 'Politik. Friedensforschung'“

Federführend mitgewirkt haben wir an dem Auf- und Ausbau der Aufsatzdatenbank „Online Contents SSG 'Politik. Friedensforschung' (OLC SSG)“, über die inzwischen in mehr als 800 politikwissenschaftlich relevanten Zeitschriften nach mehr als 550.000 Aufsatztiteln recherchiert und in vielen Fällen mit zwei Klicks auf den Volltext zugegriffen werden kann. OLC SSG Politik

Entwicklung des Online-Kurses „Sozialwissenschaftliches Recherchieren“

Ein zentrales Anliegen bestand in der Entwicklung eines E-Learning Angebots zur Vermittlung sozialwissenschaftlicher Recherchestrategien. Online-Kurs

Aufbau des Publikationsservers

In den kommenden Monaten werden wir den Aufbau unseres Publikationsservers realisieren, der unseren Kooperationspartnern die Möglichkeit bietet, ihre wissenschaftlichen Arbeiten selbständig zu publizieren und zu archivieren. Doku-Server

Metadata Sharing im Verbund „Academic LinkShare (ALS)“

Der Nachweis von Internetquellen ist ein zeitaufwändiger Prozess, der nur gemeinsam von vielen Kooperationspartnern gemeistert werden kann. Die größte Herausforderung des Projekts liegt insofern im Aufbau eines engagierten Netzwerks von Kooperationspartnern, die – auch über die Projektlaufzeit hinaus – bereit sind, Zeit für die Erschließung und Pflege der in den Fachinformationsführer eingebrachten Quellen zu investieren. Zu den zentralen Faktoren, die die Entscheidung für oder wider eine Kooperationspartnerschaft beeinflussen, gehören unter anderem:

  • nachhaltige Projektstrukturen
  • geringe zusätzliche Arbeitsbelastung
  • in Mehrwert für die Institution und deren Mitarbeiter
  • Imagegewinn

Die SUB Hamburg hat von Beginn an die Idee der fachübergreifenden Erschließung von Internetquellen verfolgt, dem so genannten Metadata Sharing, um durch die kooperative Erschließung den Aufwand so gering wie möglich zu halten. Gemeinsam mit weiteren Partnern haben wir den Verbund „Academic LinkShare“ gegründet, dessen zentrale Aufgabe darin besteht, die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für die nachhaltige Erschließung von Internetquellen zu schaffen. Academic LinkShare

Das Erfassunssystem „LinkShare System“

Die Anforderungen bei der Entwicklung des technischen Konzepts des Erfassungssystems lagen und liegen in der Ergonomie sowie in der Flexibilität des Erfassungssystems, das sowohl den bibliothekarischen Erfordernissen als auch den organisationalen Bedürfnissen und Voraussetzungen der unterschiedlichen Kooperationspartner gerecht wird. Nur dann findet das System auch auf Dauer die notwendige Akzeptanz. Zentrale Anforderungen an das Erfassungssystem sind:

  • das Erfassungssystem ist einfach zu bedienen
  • die Beschreibung der Quellen ist auch ohne bibliothekarische Vorkenntnisse möglich
  • das System kann für die Verwaltung eigener Quellen genutzt werden
  • der Einsatz eigener Erschließungsinstrumentarien (z.B. spezieller Fachthesauri bzw. Klassifikationen) ist möglich
  • die problemlose Einbindung der eingebrachten Datensätze in die eigene Webumgebung ist möglich

Unser Modell des Metadata Sharings hat sich in der Praxis bewährt. Seit mehr als zwei Jahren ist das System im Betrieb und die Ergebnisse geben unseren Erwartungen Recht. Bis heute wurden von allen Kooperations- und Verbundpartnern 108687 Quellen in das System eingebracht. Aktuell arbeiten wir an einer kompletten Überarbeitung des Systems, das für unsere Kooperationspartner noch mehr Flexibilität und Komfort bieten wird. LinkShare System

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