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Die Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung ist ein
außeruniversitäres Forschungsinstitut in Frankfurt am Main.
Ihr englischer Name ist PRIF – Peace Research Institute
Frankfurt.
Sie analysiert die Ursachen gewaltsamer internationaler und innerer
Konflikte und erforscht die Bedingungen des Friedens – verstanden
als Prozess abnehmender Gewalt und zunehmender Gerechtigkeit. Die
Forschungsergebnisse der HSFK werden in Politikberatung und Teilnahme
an öffentlichen Debatten in Handlungsempfehlungen umgesetzt.
Forschungsschwerpunkte
Das aktuelle Forschungsprogramm der HSFK, „Antinomien des
Demokratischen Friedens“, bestimmt die Forschungsschwerpunkte
für alle Forschungsgruppen der HSFK. Das Theorem des Demokratischen
Friedens besagt, daß Demokratien nahezu keine Kriege gegeneinander
führen und daß Demokratisierung deshalb eine zentrale Friedensstrategie
sein sollte. Die HSFK erforscht die Mechanismen, durch die Demokratien
friedensgeneigt sind, und die Widersprüche, die sich durch die Wirkungen
verschiedener Mechanismen ergeben.
Die HSFK hat drei Forschungsgruppen und eine gruppenübergreifende
Arbeitsgruppe.
- Die Forschungsgruppe „Rüstungskontrolle und Abrüstung“
untersucht den Umgang von Demokratien mit den Instrumenten der Gewalt
(Streitkräfte, Rüstung und Kriegsführung), um Möglichkeiten für die
Einhegung der Gewalt zwischen Demokratien und Nichtdemokratien zu
entwickeln.
- Die Forschungsgruppe „Internationale Organisationen,
demokratischer Frieden und Herrschaft des Rechts“ untersucht
Chancen und Risiken der Einbindung von Demokratien in Internationale
Organisationen, vor allem die Folgen der zunehmenden Verlagerung
politischer Entscheidungen auf die internationale Ebene.
- Die Forschungsgruppe „Demokratisierung und der
innergesellschaftliche Frieden“ erforscht Gewaltrisiken und
Zivilisierungschancen, die mit den Prozessen politischer
Demokratisierung und gesellschaftlicher Transformation in Osteuropa,
Südostasien, Afrika und Lateinamerika einhergehen.
- Die Arbeitsgruppe „Kriege der Demokratien in den 1990er
Jahren“ untersucht die Gründe für die zunehmende, aber doch
nach Ländern sehr unterschiedliche Interventionsbereitschaft der
Demokratien.
Organisation
Die HSFK wurde 1970 vom Land Hessen als eine Stiftung des öffentlichen
Rechtes gegründet. Die Grundfinanzierung stellt das Land Hessen bereit.
Die Geschäfte werden von einem gewählten Vorstand geführt (Vorsitzender
ist zur Zeit Harald Müller). Der Stiftungsrat (dem u. a. der Hessische
Ministerpräsident und der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst
angehören) überwacht die Geschäftsührung der Stiftung. Der Forschungsrat,
der sich aus den wissenschaftlichen Mitarbeitern zusammensetzt, beschließt
das Forschungsprogramm und die Vorhaben der Forschungsgruppen.
Der Wissenschaftliche Beirat (9 Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftler des
In- und Auslandes unter Vorsitz von Volker Rittberger) berät den
Forschungsrat bei der Ausarbeitung und Durchführung des
Forschungsprogramms.
An der HSFK arbeiten zur Zeit 45 wissenschaftliche
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter und Stipendiatinnen/Stipendiaten.
Mitarbeit bei ViFaPol
Die HSFK bringt den Katalog ihrer Bibliothek, der größten Bibliothek zur
Friedens- und Konfliktforschung in Deutschland, in die Metasuche in
VIDAPOL ein. Außerdem erschließt sie Internetquellen im Bereich Friedens-
und Konfliktforschung.
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