|
Das Deutsche Institut für Menschenrechte wurde am 8. März 2001 aufgrund
eines einstimmigen Beschlusses des Bundestages gegründet. Es entspricht
den Prinzipien der Vereinten Nationen für nationale
Menschenrechtsinstitutionen. Als gemeinnütziger Verein ist das Institut
politisch unabhängig und handelt aus eigener Initiative. Es wird aus dem
Haushalt des Bundesministeriums der Justiz, des Auswärtigen Amtes und
des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
finanziert. Die inhaltlichen Richtlinien der Arbeit werden von einem
Kuratorium festgelegt, das aus Vertretern und Vertreterinnen von
Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Medien und Politik zusammengesetzt ist.
Das Institut trägt durch Information und Dokumentation,
Menschenrechtsbildung, Politikberatung und anwendungsorientierte Forschung
zur Prävention von Menschenrechtsverletzungen und zur Förderung
des Menschenrechtsschutzes bei. Ein besonderes Anliegen des Instituts
ist es, internationale und europäische Mechanismen des
Menschenrechtsschutzes in Deutschland bekannter und nutzbar zu machen.
Forschungsschwerpunkte
Zu den thematischen Schwerpunkten des Instituts zählen die Förderung
einer menschenrechtsorientierten Rechtsstaatsdiskussion, Rassismus und
Diskriminierung, menschenrechtliche Aspekte von Migration und Asyl und
der Terrorismus- und Kriminalitätsbekämpfung durch nationale und
EU-Politik. Die Förderung der Justiziabilität und Umsetzung
der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte in Deutschland
stellt ein weiteres Arbeitsgebiet dar. Darüber hinaus befasst sich
das Institut mit strategischen Instrumenten wie dem Menschenrechtsdialog.
Zur Menschenrechtsbildung gehört das Erstellen von Lehrprogrammen
für einzelne Berufsgruppen (z.B. die Polizei), Behörden und Schulen
sowie die Weiterbildung von Fachkräften in menschenrechtssensiblen
Bereichen.
Mitarbeit bei ViFaPol
Mitte 2005 wurde der Katalog des Deutschen Instituts für Menschenrechte
in die Metasuche von ViFaPol integriert. Seit Februar 2006 ist
die Bibliothek des Instituts verantwortlich für die Erfassung und
Pflege von Internetressourcen im Bereich Menschenrechte.
|