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SUB Hamburg

Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky

Die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky (SUB Hamburg) ist die größte wissenschaftliche Allgemeinbibliothek des Stadtstaates Hamburg und der Hamburger Region, und sie ist insbesondere die zentrale Bibliothek der Universität Hamburg und der anderen Hamburger Hochschulen. Sie dient der Literatur- und Informationsversorgung von Wissenschaft, Kultur, Presse, Wirtschaft und Verwaltung. Für die Freie und Hansestadt Hamburg versieht sie die Aufgaben einer Landes- und Archivbibliothek.

Hochschulbibliothek

In der Funktion als zentrale Hochschulbibliothek hält die SUB Hamburg – mit ca. 3 Millionen Bänden und ca. 6.300 laufenden Zeitschriften sowie einem jährlichen Zugang von ca. 50.000 Bänden – grundlegende Literatur aller Fachgebiete für Forschung und Lehre zur Ausleihe bereit. Der größte Teil des Bestands ist magaziniert. Die aktuellen Bestände der jeweils letzten ca. 12 Jahre werden seit 2001 dem Publikum zur Selbstausleihe zugänglich gemacht. In den Lesesälen sind die wichtigsten Nachschlagewerke, Handbücher und Zeitschriften, in Sonderlesesälen auch Spezialbestände verschiedener Gebiete (Handschriften, Hamburgensien, Musiksammlung und Kartensammlung) frei zugänglich aufgestellt, insgesamt rund 150.000 Bände, ebenso eine umfangreiche Sammlung von bibliographischen und biographischen Nachschlagewerken (53.000 Bände und 66.000 Mikrofiches) sowie für Studierende eine Lehrbuchsammlung mit Mehrfachexemplaren aus den verschiedensten Fachgebieten (ca. 50.000 Bände).

Archiv- und Landesbibliothek

Als Archiv- und Landesbibliothek sammelt die SUB Hamburg die auf Hamburg bezogene und die in Hamburg erschienene Literatur umfassend. Das „Gesetz über die Ablieferung von Pflichtexemplaren“ (jüngste Fassung vom 14. September 1988) verpflichtet seit dem Jahre 1696 die Hamburger Verleger bzw. Drucker, ein Exemplar jeder Veröffentlichung an die SUB abzugeben, die diese Literatur archiviert. Neuerdings sind auch Tonträger in die Abgabepflicht einbezogen. Die Sammlung von Hamburger Kulturgut beinhaltet u.a. auch Handschriften, Autographen und Nachlässe Hamburger Gelehrter, Schriftsteller, Künstler oder Musiker (z.B. Jungius, Brahms, Klopstock, Liliencron, Dehmel, Jahnn, Borchert, Fichte). Die Archivfunktion nimmt die Bibliothek auch für die Hamburger Hochschulen wahr, deren Bibliotheken nicht mehr benötigte Altbestände an die SUB abgeben.

Zentrale Aufgaben

Die SUB Hamburg übt die Fachaufsicht über die Hamburger Hochschulbibliotheken aus. Sie führt Gesamtnachweise der Bücher- und Zeitschriftenbestände der Hamburger Hochschulen und nimmt zentrale Aufgaben des deutschen und internationalen Leihverkehrs wahr. Die Bibliothek archiviert Hamburger Dissertationen und versendet sie im Hochschulschriftenaustausch. Sie erstellt die Hamburger Regionalbibliographie. Die SUB Hamburg steuert und vereinheitlicht die Teilnahme der Hamburger Hochschulbibliotheken am Gemeinsamen Bibliotheksverbund (GBV). Überregional bedeutsam sind die Service-Projekte HANS (Handschriften- und Nachlasserschließungssystem) und WEBIS (Erschließungssystem für die DFG-Sondersammelgebiete).

Bestandsschwerpunkte

Die Bibliothek ist am Sondersammelgebietsplan der DFG beteiligt und erwirbt hierbei für die Gebiete Politik und Friedensforschung, Verwaltungswissenschaften, Spanien und Portugal, Indianer- und Eskimosprachen und -kulturen, Küsten- und Hochseefischerei die deutsch- und fremdsprachige Literatur so vollständig wie möglich. Darüber hinaus bildet die Latein-Amerikanistik in der ihr angeschlossenen Linga-Bibliothek einen traditionellen Schwerpunkt.

Elektronische Dienste

In den letzten Jahren wurden die elektronischen Dienste der SUB Hamburg konsequent ausgebaut. Das integrierte Bibliothekssystem von PICA ist in der Bibliothek mit allen Komponenten im Einsatz und stellt den Bibliotheksnutzern die Katalog- und Ausleihfunktionen per Internet zur Verfügung. Darüber hinaus unterhält die SUB Hamburg ein breites Angebot weiterer elektronischer Dienstleistungen wie z.B. elektronische Dissertationen, elektronische Zeitschriften oder diverse fachliche Datenbanken.

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