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Staatswissenschaftliche Forschung und die Beschäftigung mit
Internationaler Politik hat in Hamburg im 20. Jahrhundert eine wichtige
Rolle gespielt. Der Übergang des Kolonialinstituts in die 1919 gegründete
Universität ist ein Beleg dafür, ebenso das 1921 von Albrecht
Mendelssohn-Bartholdy gegründete, in der Weimarer Zeit höchst renommierte
Institut für Auswärtige Politik, das nach dem Zweiten Weltkrieg als
Institut für Internationale Angelegenheiten seine Bedeutung behalten hat.
Aus der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät (1919 - 1954) ging
die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, später der
Fachbereich Philosophie und Sozialwissenschaften hervor, an dem 1951
der erste Lehrstuhl für die Wissenschaft von der Politik gegründet und
mit Siegfried Landshut (Nachfolger u.a.: Hans-Peter Schwarz,
Winfried Steffani) besetzt wurde. Die Einrichtung des politik- und
verwaltungswissenschaftlichen Sondersammelgebiets (SSG) der Notgemeinschaft
der Deutschen Wissenschaft, der späteren Deutschen Forschungsgemeinschaft,
in Hamburg dokumentierte schon 1950, dass über die Politische Wissenschaft
im engeren Sinne hinaus am Ort eine Tradition staatswissenschaftlicher
Erforschung internationaler Beziehungen und ihrer wirtschaftlichen,
geographischen und politischen Grundlagen bestand, die in verschiedenen
Forschungsinstituten innerhalb und außerhalb der Universität fortgeführt
und um zeitgemäße Schwerpunkte in der Theoriebildung und vor allem der
Friedensforschung erweitert worden ist.
Die Verwaltungswissenschaften
wurden 1976 als eigenständiges SSG aus dem politikwissenschaftlichen SSG
ausgegliedert, ein weiterer Schritt der Ausdifferenzierung von
Einzelwissenschaften aus dem Bereich der umfassenden Staatswissenschaft
des 19. Jahrhunderts.
Sammelauftrag des SSG „Politik. Friedensforschung“
Im Rahmen ihres Sammelauftrags für das DFG-Sondersammelgebiet (SSG)
„Politik. Friedensforschung“ erwirbt die SUB Hamburg
wissenschaftliche Literatur gemäß den unten im Einzelnen dargelegten
Richtlinien. Sie ist darüber hinaus um eine umfassende Erschließung
der im World Wide Web vorliegenden, für die Politikwissenschaft und
Friedensforschung relevanten Ressourcen bemüht.
An gedruckter Literatur erwirbt die SUB Hamburg im Rahmen ihres
Sammelauftrags für das SSG „Politik. Friedensforschung“
die wissenschaftsrelevanten ausländischen Veröffentlichungen
allgemeinen, theoretischen, methodisch grundlegenden und vergleichenden
Inhalts zu Politik, Staat, Verfassung und Friedensforschung.
Für das SSG „Politik. Friedensforschung“ werden so
umfassend wie möglich sowohl aktuelle Monographien und Zeitschriften
beschafft als auch Mikroformen, 'graue Literatur' ab einem bestimmten
Mindestumfang, Antiquaria der Erscheinungsjahre 1800 - 1950 und CD-ROM.
Für Dissertationen aus den USA wird gemäß DFG-Richtlinien auf eine
'vorsorgende' Beschaffung verzichtet. Die SUB Hamburg erwirbt sie
nur dann, wenn konkrete Anforderungen über den Auswärtigen Leihverkehr
vorliegen.
Außerhalb des engen Rahmens der DFG-Richtlinien ist die Bibliothek
zur Fundierung und Abrundung des politikrelevanten Bestandes bemüht,
eine repräsentative Auswahl der auf Regionen bezogenen ausländischen
Titel sowie die facheinschlägige deutsche Literatur aus eigenen Mitteln
zu kaufen bzw. über die Erwerbungsarten Tausch, Geschenk oder
Pflichtablieferung zu beschaffen.
Hinzu kommen die Bestände der eng mit dem SSG verwandten Fachgebiete
Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Soziologie, Politische
Philosophie, Geschichte und Politische Geographie, denen die Bibliothek
mit Blick auf das SSG „Politik. Friedensforschung“ traditionell
besondere Aufmerksamkeit widmet, sowie die Sammlung zum
SSG Verwaltungswissenschaften.
Zu dem Sondersammelgebiet „Politik. Friedensforschung“ gehören
- Allgemeine Methodenlehre, grundlegende Werke zum Gesamtgebiet der Wissenschaft von der Politik sowie zu Geschichte und Soziologie des Faches
- Politische Theorie, Politische Philosophie
- Politische Systeme, Lehre von den politischen Institutionen und Organisationen
- Internationale Beziehungen (Theorie und einzelne Regionen übergreifende allgemeine Literatur)
- Allgemeine Staats- und Verfassungslehre, Vergleichende Regierungslehre, Staatsphilosophie
- Veröffentlichungen über Parteien, soweit nicht auf die Bezugsregion eines einzelnen regionalen SSG beschränkt
- Politische Bildung
- Friedensforschung
Zu anderen Sammelschwerpunkten gehören
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