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Aus der Not eine Tugend machen: Die Entwicklung einer
„föderalen Nationalbibliothek“ fand ihren Anfang in der
Geldnot nach dem Zweiten Weltkrieg. Ziel war es, ein System der
überregionalen Informationsversorgung zu schaffen, das den Spitzenbedarf
der wissenschaftlichen Informationsversorgung abdeckt, der über den
Versorgungsauftrag der einzelnen Hochschulbibliotheken hinausreicht.
Geleistet wird diese Aufgabe von ca. 40 wissenschaftlichen Universal-,
Spezial- und Fachbibliotheken, die von der
Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
für den Erwerb insbesondere ausländischer Spezialliteratur sowie für
Fach- und Faktendatenbanken (CD-ROM) für ein oder auch mehrere Fachgebiete,
den so genannten Sondersammelgebieten, umfangreiche Mittel zur Verfügung
gestellt bekommen.
Die Aufteilung der Sondersammelgebiete ist in einem
Plan
beschrieben, der zuletzt nach der Wiedervereinigung Deutschlands
modifiziert wurde. Darüber hinaus hat die Einführung digitaler
Kommunikationstechnologien zu einer entscheidenden Akzentverschiebung
geführt, die die DFG in dem
Memorandum zur Weiterentwicklung der überregionalen Literaturversorgung [PDF, 188 KB]
von 1998 beschrieben hat. Dieses Memorandum ist die Geburtsstunde der
durch die DFG geförderten „Virtuellen Fachbibliotheken“.
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