Keine eigene Suchoberfläche für Googles Blogsuche mehr

Weblogs sind wieder im Kommen, überhaupt im Kommen sind sie im akademischen Bereich, wie ja auch der im letzten Post beschriebene Blogkarneval zeigt. Recht angenehm ist es daher, eine leistungsfähige Suche zur Verfügung zu haben, um die Blogosphäre nach den eigenen Stichwörtern durchsuchen zu können und neue Inhalte oder gar Blogs zu den eigenen Themen zu entdecken. Eigentlich ein Bedürfnis, das man nicht weiter begründen muss, oder?
Nun, wer schon länger in diesem Bereich unterwegs ist, weiß, dass nichts dauerhaft ist. Gab es in den neunziger Jahren eine schöne Suchmaschine namens Daypop, die Weblogeinträge zusammen mit frei verfügbaren Zeitungsartikeln erschloss – eine sehr sinnvolle Kombination, so fing sie irgendwann an zu schwächeln. Die führende Zeit von Technorati begann so um 2000, sie bot eine leistungsfähige Suche zu Bloginhalten, die schon bald ergänzt wurde durch Ranking-Angaben. Es gab eine Technorati-Liste der leistungsfähigsten Blogs und so. Wenn Sie Technorati heute besuchen, finden Sie keinen Suchschlitz mehr, irgend ein Geschäftsfeld werden die schon haben. Egal, denn ab ca. 2005 war die Google Blogsuche dann das Mittel der Wahl (ich habe hier in netbib den Ankündigungsartikel gefunden), man konnte thematisch nach Inhalten und nach Blogs suchen, die Ergebnisse waren valide und es gab auch Zusatznutzen in der Form, dass man Alerts zu Suchabfragen schalten konnte.
Dauerhaft? In der Tat, das stand schon recht lange zur Verfügung. Jedoch: Bereits seit Wochen switchte die erweiterte Suche immer auf die normale Google-Suche um, das stimmte bereits kritisch. Heute suchte ich mit Hilfe des Schlagwortes wlic2014 nach Inhalten zum IFLA-Kongress in Lyon, welcher letzte Woche stattgefunden hat und wurde bei der Darstellung der Ergebnisse immer wieder auf die normale Google-Suche zurückgeworfen, ganz gleich, ob ich mit blogsearch.google.com oder www.google.com/blogsearch startete. Vorbei!

Was gibt es in dieser Situation für Alternativen? – Icerocket Blogsearch, Twingly Blogsearch und – ironischerweise – Google!

  1. Twingly, wenn ich mich recht entsinne, hat einmal als Suche in Twitter (das “Tw” am Anfang des Namens deutet darauf hin) und in Blogs angefangen, ist jetzt eine reine Blogsuchmaschine. Sie erfreut das Herz einer Bibliothekarin, weil gleich auch eine erweiterte Suche angeboten wird, ohne dass man Suchbewegungen hinter sich bringen muss. Die Ergebnisdarstellung ist übersichtlich und bietet zudem etliche Möglichkeiten, die Suchabfrage als Alert per RSS oder E-Mail zu abonnieren.
  2. (Meltwater) Icerocket hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich, war schon einmal Metasuchmaschine, dann Suchmaschine mit verschiedenen Suchbereichen (so auch Blogs) und dabei ist es offensichtlich geblieben. Jetzt scheint man sich auf Social Media-Inhalte kapriziert zu haben, mit separaten Suchen in Blogs, Twitter und Facebook oder in allem, man kann also die Blogs als Suchbereich auswählen und es gibt sogar eine erweiterte Suche dazu, die man erst mit der Ergebnisdarstellung einer Suche links als Option angeboten bekommt. Wer freilich sucht, findet auch einen Link, der die Erweiterte Suche in Blogs auch gleich zeigt, den man dann bookmarken kann.
  3. Natürlich hat mich interessiert, ob das Schließen der Google Blogsearch bereits in der Blogosphäre behandelt wurde. In der englischsprachigen Wikipedia gibt es nur einen kryptischen Hinweis, aber in einem Eintrag in “Internet for Lawyers” wird nicht nur die Schließung behandelt, sondern auch, dass es im Moment schon noch möglich ist, auf den Blogsearch-Index gesondert zuzugreifen, entweder indem man händisch an die URL der Suchabfrage ?tbm=blg anhängt. Das ergibt vollständigere Ergebnisse als der zweite Weg der beschrieben wird: Bei einer Ergebnisseite von Google News unter den Suchoptionen statt “alle Meldungen” die Option “Blogs” einzustellen. – Und was derzeit auch noch geht, ist die Möglichkeit, Bloginhalte per Google Alerts zu abonnieren.

Die Weblogs bieten mit ihren Inhalten einen eigenen Dokumenttyp, bei dem es sich lohnt, ihn gesondert recherchieren zu können! In Folge dessen sollte man den Aufwand nicht scheuen, weiterhin auf diesem Feld der Recherche up to date zu bleiben, da man sich sonst spezifische Inhalte bei einer wissenschaftlichen Recherche entgehen läßt!

Freier Zugriff auf Artikel der eJournals von Palgrave Macmillan

Researchers – just start browsing, or search for titles and topics of interest. During March you will have access to ALL articles. Learn more.

Der Verlag ist im sozialwiissenschaftlichen Spektrum gut vertreten! – Diese Nachricht kam vom JURN-Blog. Jurn ist ein Index von Open Access-Zeitschriften im Bereich Kultur- und Sozialwissenschaften und konfiguriert auch eine Suchmaschine, die eine Recherche in den Inhalten dieser Zeitschriften ermöglicht.

Freie Datenbank: European Sources Online

eso-startseite-350x249European Sources Online, kurz: ESO.

“Die Datenbank des Europäischen Dokumentationszentrums Cardiff enthält Informationen über die Europäische Union und die Länder Europas. Der Schwerpunkt liegt bei den Aktivitäten der Europäischen Union und ihrer Institutionen.
Enthalten sind Dokumente, Veröffentlichungen und Pressemitteilungen der EU-Institutionen und -Agenturen, Bücher, Zeitschriften und Zeitungen, Statistiken. Außerdem werden Publikationen der Nato, der OECD, der WTO, des Europarates und anderer internationaler Organisationen berücksichtigt sowie Veröffentlichungen zahlreicher Forschungsinstitutionen wie z. B. Notre Europe oder Centre for the New Europe.
Eine Besonderheit sind die “ESO Country Information Guides”, Kataloge mit Informationsquellen über die einzelnen europäischen Länder sowie Hyperlinks zu Informationen innerhalb und außerhalb der European Sources Online Website, die i.d.R. sowohl in englisch als auch in der Landessprache zur Verfügung stehen.”

[via Datenbank-Informationssystem DBIS]

“ESO wird seit vielen Jahren von einem Redaktionsteam unter der Leitung von Ian Thomson, dem Direktor des EDZ Cardiff, bearbeitet und enthält Informationen über die Europäische Union, die Länder Europas und über Dinge, die für Europäer nützlich und wichtig zu wissen sind. Neue Quellen werden täglich eingepflegt, E-Mail Alerts und RSS Feeds werden angeboten.
Das Hauptaugenmerk der Redaktion liegt natürlich bei den Aktivitäten der Europäischen Union und ihrer Institutionen. Experten treffen die Auswahl aus zahlreichen Quellen: Dokumente, Veröffentlichungen und Pressemitteilungen der EU-Institutionen und -Agenturen, Bücher, Zeitschriften und Zeitungen, Statistiken. Außerdem werden aber auch Publikationen der Nato, der OECD, der WTO und des Europarates und anderer internationaler Organisationen berücksichtigt sowie Veröffentlichungen zahlreicher Forschungsinstitutionen wie z. B. Notre Europe oder Centre for the New Europe. Eine Besonderheit sind die “ESO Country Information Guides”, Kataloge mit Informationsquellen über die einzelnen europäischen Länder sowie Hyperlinks zu Informationen innerhalb und außerhalb der European Sources Online Website, die i.d.R. sowohl in englisch als auch in der Landessprache zur Verfügung stehen.”

[via TIB Blog]

Suche im Inhalt von Open Access-Zeitschriften

Mit der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB), mit der Zeitschriftendatenbank (ZDB) und dem Directory of Open Access Journals (DOAJ) gibt es drei Suchinstrumente, mit deren Hilfe man leicht die Homepages von freien eJournals findet. Wenn man hier aber nicht nur die Ebene der Aufsätze zufrieden geben, sondern mit Hilfe von Stichworten recherchieren will, ist das schwierig. Ein vom Umfang her schlecht bestimmbarer Teil dieser Open Access Journals ist auch in (Fach-)Datenbanken erschlossen, einige geben auf ihrer Homepage Auskunft, in welchen – Standard ist dies aber nicht!
Man kann sich mit folgender Methode behelfen, indem man sich einer Suchmaschine bedient:
- kopieren Sie die Webadresse der Homepage der Zeitschrift
- laden Sie Google
- geben Sie “site:” ein und setzen die Webadresse der Zeitschrift mit der Tastenkombination “strg” + “v” direkt dahinter
- geben Sie Ihre Suchwörter ein und setzen Sie sie in Anführungszeichen
Wenn Sie die Suche losschicken, bekommen Sie nur Ergebnisse aus der Zeitschrift selbst.

Ist Twitter in der Wissenschaftskommunikation sinnvoll? – Teil 1


Auf den ersten Blick sieht das hier so aus, als ob es das übliche Gesammele von Kontakten, ob relevant oder nicht, ist und das ebenso übliche Gekrähe, wie beliebt man nun ist, zwecks der wachsenden Zahle der Follower. Also eine übliche Geschichte aus dem märchenhaften Bereich der “social media” – und dann auch noch in Twitter, das ja nur 140 Zeichen pro Eintrag erlaubt und damit nichts, was man sinnvoll kommunizieren könnte? – So könnte man meinen, so ist es aber nicht!  (mehr…)

Ein Meilenstein für Politologen und Zeitgeschichtler


Drucksachen und Plenarprotokolle des Bundestages – 1949 bis 2005

In diesem elektronischen Archiv können sämtliche Drucksachen und Stenografischen Berichte des Deutschen Bundestages von der 1. bis zur 15. Wahlperiode recherchiert und im pdf-Format abgerufen werden. Für die Suche nach Dokumenten der Wahlperioden 16 und 17 benutzen Sie bitte wie bisher das Dokumentationssystem DIP.

Die Dokumente sind mit ihrer jeweiligen Nummer (falls bekannt) oder mit inhaltlichen Suchbegriffen recherchierbar. Das Suchergebnis kann nachträglich z.B. durch Auswahl einer Wahlperiode, eines Drucksachentyps oder eines Urhebers weiter eingegrenzt werden.

Die Statistiksuchmaschine Zanran und ihr Umfeld

Die Statistiksuchmaschine Zanran ist eine Statistik-Suchmaschine, mit deren Hilfe man nach Daten in Webseiten, Dokumenten und Bildern suchen kann. Sie erwies sich beim Ausprobieren als recht effektiv und kann so als Suchdienst für frei zugängliche statistische Quellen den internationalen Aggregator Nationmaster gut ergänzen. Dann noch die Linksammlung “Gemeinsames Statistikportal” dazu, dann hat man ein gutes Handwerkszeug hinsichtlich statistischer Suche.

Wer noch mehr sucht, sollte im Datenbank-Infosystem in das Suchfenster oben links das Stichwort “Statistik” eingeben – dann werden eine Menge Datenbanken angezeigt, die Statistiken erschließen.

DVPW-Kongress 2012 findet im Sommer in Tübingen statt

Vom 24. bis 28. September 2012 wird der 25. wissenschaftliche Kongress der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) an der Eberhard Karls Universität Tübingen zum Thema „Die Versprechen der Demokratie“ stattfinden.

Der DVPW-Kongress wird gefördert durch die Eberhard Karls Universität Tübingen, das Land Baden-Württemberg und die Deutsche Forschungsgemeinschaft.

Informationen über Programm und Anmeldung finden Sie auf der Kongresshomepage.